Es existiert der Irrglaube unter vielen Christen, dass Ziele von finanziellem Erfolg zu haben unchristlich wären. Da der Herr uns lehrt in:
„Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes eingehe."
Matthäus 19,24Diesen Rat als nur das zu verstehen, was in diesem einen Vers steht, ist es sich zu einfach gemacht — es mangelt dort an viel Kontext. Jesus spricht in dieser Erzählung mit einem jungen reichen Mann, der Jesus fragt, was er tun muss, um in das Himmelsreich zu kommen. Jesus antwortet:
„Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkaufe alles was du hast, gib es den Armen — dann wirst du einen Schatz im Himmel haben. Dann komm und folge mir nach."
Matthäus 19,21Aber warum — warum hält dieser Wohlstand ihn jetzt ab, in den Himmel zu kommen? Da wer alleine den finanziellen Erfolg bestrebe, der werde sich selbst genug und brauche keinen Gott im Herzen.
Der feine aber entscheidende Unterschied ist also: WARUM bestrebst du den finanziellen weltlichen Erfolg? Stelle dir diese Frage nun ehrlich — sich zurecht reden ist sinnlos, denn Gott sieht alles. Ist es für den Status, oder doch die Anerkennung? Die Frauen, oder das Gefühl, sich endlich „Wert genug" zu fühlen? All das sind Absichten für das Fleisch, die Gier und Lust.
Sollte jedoch dein Gebet nach Kraft, Mut und Weisheit zu monumentalem Wohlstand zu kommen aus gemeinnützigem Interesse sein — deine Familie zu schützen vor den noch bevorstehenden ungewissen Zeiten, oder um Einfluss zu haben und den christlichen Glauben in deinem Umfeld zu verbreiten, indem du mit einem bestrebenswerten Vorbild vorangehst. Oder auch ganz direkt mit der Absicht, Gutes zu tun, Kirchen zu errichten oder zu erhalten und deine lokale Gemeinde zu stärken — dann seien deine Absichten rein.
Es ist die Absicht. Ob du dem Geld und dem Weltlichen ungerechtfertigte Bedeutung zusprichst, oder doch ehrliche, höhere Bestrebungen mit dem Wohlstand hast. Das Geld lediglich als ein Werkzeug zu Gutem siehst. Genau so wie der Herr einen jeden von uns nutzt — so wir ihn nur in unser Herz lassen —, in der Welt durch uns als sein Werkzeug Gutes zu verbreiten.
Dieses Warum — warum will ich eigentlich all diesen Wohlstand — ist keine Frage, die man sich nur einmal stellt. Diese Frage musst du dir jeden Tag aufs Neue stellen, wenn du dein ehrlich Bestes gibst, das Kreuz auf dich zu erlegen und im Bilde des Herrn zu leben.
„Wem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert."
Lukas 12,48Wie Jesus uns gepredigt hat: Wer bereits den weltlichen Erfolg hat, hat es schwerer, den Herrn in sein Herz zu schließen. Die Verführung, den falschen Weg herab zu gehen und in Gelüste zu verfallen, ist größer denn je für die Reichen. Und genau deswegen ist es so FUNDAMENTAL, den Herrn zum Zentrum unseres Lebens zu machen. Zu verstehen, dass wir für Ihn leben — und nicht für uns. Dass das eigentliche Ziel erst die Erlösung am Tage des jüngsten Gerichts ist, wenn wir uns vor Gott behaupten müssen.
Und wir werden fallen, wir werden sündigen. Das liegt in unserer Natur. Dennoch geht es genau hierbei darum, Gott unseren Herrn um Verzeihung zu bitten und unser Bestes zu geben, ihm aus Dankbarkeit heraus zu gehorchen.
Kommen Reiche also in den Himmel? Die Frage ist falsch gestellt.
Die richtige Frage ist: Für wen lebst du, wenn du reich bist?
Beantworte die ehrlich, jeden Tag neu — und der Rest ist Gottes Sache.